In diesem Anwendungsbeispiel zeigen wir dir, welche Möglichkeiten CentralStationCRM für deine B2B Neukundengewinnung bietet.
Die langjährigen Support-Experten Rana, Simon und Jan unterstützen dabei mit Expertise und Learnings aus dem Kunden-Alltag.

Für unser Beispiel haben wir die Leadgewinnung über persönliche Recherche ausgewählt. Weitere Ideen, Impulse und Methoden zur Leadgewinnung findest du auf unserem Blog. Hilfestellung zur Ausarbeitung deiner Zielgruppen findest du ebenfalls dort.
Die ersten Anlaufstellen für eine Recherche sind
Suche nach Unternehmen, die deinem Ideal Customer Profile entsprechen und in deinem sprachlichen Einzugsgebiet liegen. Wenn du diese Liste beisammen hast:
Speichere bereits diese ersten Informationen und Erkenntnisse so detailliert wie möglich in deinem CRM! Wie du Personen und Firmen anlegst, erfährst du im nächsten Schritt.
Leads über Recherche zu gewinnen, ist sehr zeitaufwändig, dafür ist die Qualität der Lead-Liste gemeinhin höher als bei anderen Methoden.
Im Lead Management verheddern sich gerade kleine Unternehmen oft in zu komplizierten, zu aufgeblähten Prozessen. Für unser Anwendungsbeispiel wählen wir daher einen schlanken, einfachen Prozess:

Deine recherchierte Leadliste muss ins CRM importiert werden, ohne dass etwas verloren geht. Bei CentralStationCRM funktioniert das auf mehrere Arten:
Beim Anlegen von Firmen und Personen in CentralStationCRM lohnt die Überlegung, welche Daten bei den Personen und welche bei den Firmen besser aufgehoben sind.
Simons Tipp: "Ein häufiges Thema unserer Kunden ist die Adressenvergabe nach dem Import. Oft stellen die Leute fest, dass Personen mehrere Adressen zugeordnet wurden. Um das zu verhindern, gehen wir wie folgt vor:
In CentralStationCRM lassen sich die Verbindungen zwischen deinen Kontakten abbilden. So weißt du auch später noch, wie die einzelnen Kontakte in deiner Zielfirma miteinander verbunden sind. Kennen sie sich? Arbeiten sie in derselben Abteilung? Wer ist Entscheider, wer setzt um?
Dabei lassen sich Stärke und Herkunft der Verbindung anzeigen, um noch mehr Kontext für deine Vorbereitung zu ermöglichen.
Zum Hilfeartikel: Verbindungen zwischen Kontakten einrichten

Bevor du deine Leads im nächsten Schritt qualifizieren kannst, steht jetzt eine Lead-Recherche an. Schließlich kennst zu diesem Zeitpunkt meist nur Name, Firma, Positionsbezeichnung und E-Mail-Adresse. Sobald deine Personen im CRM eingetragen sind, gilt es also, mehr über sie herauszufinden.
Jan's Tipp: Ich erinnere nochmal daran, dass Notizen im Verlauf von CentralStationCRM immer auf die Firma vererbt werden. Wenn du also Notizen bei der Person anlegst, werden dieselben Notizen auch im Verlauf der Firma zu sehen sein. Das bedeutet für die Lead-Recherche, dass Notizen immer bei der Person angelegt werden sollten.
Im Gegensatz zur Recherche bei der Lead Generierung (falls du eine gemacht hast) bist du jetzt schon ein großes Stück weiter, was deine Informationslage angeht. Du weißt immerhin schon, welche Website und welches Unternehmen zu deinem Lead gehören und kannst alle verfügbaren Online-Quellen nach Informationen durchsuchen
Mit jeder Recherche erfährst du mehr über deinen Lead:
So füllt sich Stück für Stück die Detailseite deiner Person in CentralStationCRM. Langsam aber sicher formt sich ein Bild, das dir bei den ersten "richtigen" Gesprächen mit deinem Lead helfen wird.

Wir zeigen dir hier eine einfache Automatisierung mit CentralStationCRM, n8n und Mistral.

Mit einer CRM Pipeline strukturierst du deinen Leadprozess in Phasen und kannst dann kontinuierlich auf die Conversion Rate jeder Phase hin optimieren. Eine Pipeline hilft dir dabei, auch bei vielen Leads die Übersicht zu behalten.

Welche Phasen du konkret einrichten solltest, hängt stark von der Branche ab, in der du neue Kunden gewinnen möchtest.
CentralStationCRM bietet dir Vorlagen für die gängigsten Anwendungsfälle und ihre Phasen.
Du findest sie in den Accounteinstellungen im Pipeline-Bereich, wenn du auf "Vorlagen anzeigen" klickst.
Die folgenden Conversion-Rates lassen sich mit Quellen belegen.
Diese Zahlen solltest du nur als groben Richtwert nutzen. Die meisten Quellen sind entweder nicht kostenlos zugänglich (Forrester, Gartner), oder es handelt sich um Selbstreporting (HubSpot, Salesforce). Die Bandbreiten variieren außerdem stark je nach Funnel-Definition und Branche, weshalb wir sie bewusst als Spannen angeben. Trotzdem sind sie als erste Gedankenstütze hilfreich, wenn man selbst noch gar nicht weiß, wo man steht und wo die Reise hingehen soll.
Quellen:
CentralStationCRM bietet dir die Möglichkeit, Ziele einzustellen und deinen Erfolg zu tracken. So kannst du sehr leicht messen, wie weit deine tatsächlichen Zahlen von den Benchmarks entfernt liegen.
Die Ziele lassen sich Personen, Firmen oder Chancen zuordnen. Damit kannst du beispielsweise tracken:
Durch diese Übersicht siehst du schneller, an welchen Stellen in deinem Prozess du noch nachschärfen musst.

Du hast zu diesem Zeitpunkt:
Nun müssen die bestehenden Personen (die im besten Fall ein Tag namens "Lead_Eingang" o.ä. haben) mit den Chancen der Pipeline verknüpft werden.
Dazu kannst du entweder pro Person eine Chance anlegen oder mehrere Personen auf eine Chance verknüpfen. CentralStationCRM lässt dich hier flexibel auswählen, sodass eine möglichst große Anzahl von Vertriebsprozessen abgebildet werden kann.
Die einzelnen Chancen lassen sich bequem über ein Overlay bearbeiten. Schließt du das Overlay, ist die Pipeline aktualisiert. So kannst du deine Leads direkt aus dem Bearbeitungsprozess verknüpfen und eventuell fehlende Informationen leicht hinzufügen.
Wenn du mehrere Pipelines miteinander verknüpfen möchtest, bietet sich dir in CentralStationCRM die Möglichkeit, eine Nachfolge-Chance zu erstellen. Dabei bleibt die "alte" Chance in der Pipeline erhalten, und das CRM kopiert dir eine neue Chance in die "Offen" Phase der nächsten Pipeline.
Ranas Tipp: Wir hatten neulich den Fall, dass ein Kontakt durch die Abteilungen unseres Kunden weitergereicht wurde. Konkret lief das so ab:
Ein Hinweis: Die Nutzung mehrerer Pipelines ist in CentralStationCRM kostenpflichtig. Weitere Informationen findest du auf unserer Feature-Seite.

Die Einstellung Wahrscheinlichkeit auf deinen Chancen in CentralStationCRM gibt an, wie sehr du bei der jeweiligen Chance an einen erfolgreichen Abschluss glaubst. Auch wenn der Wert nicht mehr als eine grobe Einschätzung ist, kann er dir dabei helfen, laufende Prozesse zu priorisieren.
Sei ruhig ehrlich zu dir selbst: Dir ist nicht damit geholfen, einen zu optimistischen Forecast zu machen und dann am Ende mit leeren Händen dazustehen.
In der Leadqualifizierung bewertest du deine Leads nach einem Scoring-System und taggst sie im Anschluss der Priorisierung entsprechend im CRM. So weißt du, welche Leads sich lohnen und bei welchen du erst noch Inhalte liefern und Überzeugungsarbeit leisten musst.
Für kleine Unternehmen genügt eine Klassifizierung von Leads nach dem BANT-System. Dieses einfache System fragt nach Budget, Authority, Need und Timeline.
Wir haben BANT für unseren Anwendungsfall noch mit ein paar KMU-spezifischen Parametern erweitert.
Die Basis: BANT Lead Scoring
Zusätzliche Kriterien für KMU:
Für jeden positiven Punkt in dieser Liste vergibst du einen Punkt. Für jeden negativen Punkt checkst du, ob es sich um ein K.O. Kriterium (siehe unten) handelt. Wenn du etwas noch nicht weißt, vergibst du null Punkte.
Am Ende wertest du die entstehende Punktzahl pro Lead wie folgt aus:
0-3: Kalter Lead, der ins Nurturing sollte
4-6: Warmer Lead, der einen ersten Call vertragen könnte
7-10: Heißer Lead, der aktiv bearbeitet werden muss
In CentralStationCRM taggst du deine Leads mit dem jeweiligen Status einmal durch. Danach kannst du in der Pipeline-Ansicht nach Priorisierungsstufen filtern.
Zum Hilfeartikel: Filtern und selektieren

Erfüllt dein Lead eins dieser Kriterien, solltest du nochmal genau nachdenken, ob er wirklich priorisiert werden sollte.
Beim Erfüllen von zwei dieser Kriterien ist es egal, wie der Lead sonst noch im Scoring abschneidet. Dieser Lead ist ziemlich sicher einer, der nicht priorisiert werden sollte.

Beim Lead Nurturing wird der potenzielle Kunde mit Informationen zum Produkt "angefüttert" (to nurture für "pflegen / nähren"). Dabei geht es darum, dem Ansprechpartner zu zeigen, dass man seine Herausforderungen versteht und auch tatsächlich eine Lösung parat hat.
CentralStationCRM unterstützt dich beim Lead Nurturing durch die Erstellung von Exporten für deine Newsletter-Tools. Außerdem wirst du spätestens jetzt merken, wie wertvoll die bisher im Verlauf von Chancen, Personen und Firmen gesammelten Informationen werden.
Ein paar Beispiele für den Wert von CRM-Informationen für das Lead Nurturing:
"Gerade KMU konzentrieren sich zu sehr auf die Gewinnung neuer Leads, vergessen dabei aber, dass die Kontakte ohne Nurturing selten zu neuen Kunden werden" – das schreibt Tim in unserem Guide zum Lead Management.

Für die Erstellung von Lead-Listen aus deiner Pipeline wechselst du in CentralStationCRM zunächst auf die Listen-Ansicht.
Hier kannst du eine Mehrfachauswahl treffen, die du am besten nach den zuvor angelegten Tags filterst. Hast du alle für die aktuelle Nurturing-Phase benötigten Chancen ausgewählt, kannst du sie bequem exportieren und im Newsletter-Tool deiner Wahl für den weiteren Versand vorbereiten.
Achte dabei darauf, dass der gewünschte Ansprechpartner erster Kontakt der Chance ist. Dieser Ansprechpartner wird dann mit Namen und E-Mail-Adresse in deine Liste exportiert. Dann importierst du deine Lead-Liste in ein Newsletter-Tool deiner Wahl, um mit dem Nurturing zu beginnen.
Mit einem Tool wie n8n kannst du den Export von Leads aus dem CRM beim Erreichen einer neuen Pipeline-Phase oder dem Versetzen eines Tags automatisieren.
Dazu brauchst du:
Der Webhook von CentralStationCRM lässt sich so einstellen, dass er immer dann feuert, wenn eine Änderung an einer Chance vorgenommen wurde (über den "update" Trigger).
Dieser Trigger kann dann in n8n auf seine Phase und ein Tag überprüft werden (z.B. Phase "Nurturing" und Tag "Newsletter 1"). Daran wird dann ein Eintragen der Kontaktdaten des ersten Ansprechpartners in die Newsletter-Liste eines in n8n verbundenen Providers geknüpft und dort der Versand ausgelöst.
Wichtig ist hierbei, dass n8n dem CRM eine Rückmeldung über den erfolgreichen Versand des Newsletters schickt.

Lead Closing ist oft kein simpler "Abschluss" mehr, sondern aufgrund verlängerter Entscheidungswege und wachsender Herausforderungen für den Vertrieb eher als Kreislauf zu verstehen.
Alles, was du bis zu diesem Punkt gemacht hast – das Lead Management, die Leadqualifizierung, das Lead Nurturing – hatte vor allem einen Sinn: Du willst das eigentliche Closing optimal vorbereiten.
Es geht darum, herauszufinden:
Wie du siehst, musst du einiges an Energie investieren und "dranbleiben", damit du am Ende deinen Lead in die Phase "Gewonnen" verschieben kannst.

Die Aufgabenfunktion in CentralStationCRM lässt sich direkt aus deiner Pipeline heraus bedienen. Die Aufgaben erstellst du direkt auf der Chance und vergibst dabei ein Label sowie optional Datum und Uhrzeit. Das CRM erinnert dich an deine Aufgaben und du kannst dir alle anstehenden Aufgaben über den Reiter "Aufgaben" als filterbare Liste anzeigen lassen.
Hier kannst du nach Zieldatum filtern, um nur die dringendsten To-Dos angezeigt zu bekommen. Außerdem kannst du dir auch die Aufgaben deiner Kollegen anzeigen lassen. So sind Urlaubsvertretung und spontanes Einspringen kein Problem mehr.
Zum Hilfeartikel: Aufgaben in CentralStationCRM
Zum Hilfeartikel: Aufgaben vom CRM in den eigenen Kalender einbinden
Unser wichtigster Tipp kommt zum Schluss: Hör nicht auf, dir Notizen im CRM zu machen. Du weißt nie, wann dir die hier gewonnenen Informationen noch einmal nützlich sein können. Wie du das konkret machst, hat mit deinem persönlichen Stil zu tun.
Einige Vertriebsexperten schwören auf "den Abend vor dem Rechner" (O-Ton unserer Vertriebskunden auf dem Kundentreff CRM Connect), an dem alles eingetragen wird, woran man sich erinnert. Die Logik dahinter: Unwichtiges wird vergessen und man hatte Zeit, das geführte Gespräch mit allen Implikationen zu bedenken.
Die andere Seite nutzt Tooling, um den Weg, den die Informationen vom Gehirn ins CRM nehmen, so bequem wie möglich zu gestalten. Anbieten würde sich ein Smartphone, am bequemsten ist wohl eine Handy-Tastatur mit Sprachfunktion und ein daran angebundener KI-Assistent, der das CRM über einen Connector bedient.
Manchmal eröffnet sich erst Jahre später eine neue Chance, nur weil du ein Detail notiert hattest, was sonst vergessen worden wäre. Auf diese Weise wird dein CRM zu einer echten Kundendatenbank, in der du Wissen und Veränderungen über dein wachsendes Spezialgebiet festhältst.