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Experteninterview: Der perfekte E-Mail-Betreff für höhere Öffnungsraten

Sarah, vielen Dank erstmal, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Kannst du zum Einstieg vielleicht kurz anreißen, warum das E-Mail Marketing aus deiner Sicht gerade bei kleinen und mittelständigen Unternehmen (KMU) so beliebt ist?

E-Mail Marketing hat unwahrscheinlich viele Vorteile gegenüber anderen Marketing-Kanälen. In erster Linie ist es besonders günstig – die Kosten sind gering und der ROI ist besonders hoch. Dadurch ist das Versenden von Newslettern für KMU natürlich sehr interessant. Als nächstes sind natürlich die Möglichkeiten im E-Mail Marketing einfach sehr divers und vielseitig. Zwei der in meinen Augen wichtigsten Features und Alleinstellungsmerkmale sind die Möglichkeit der Personalisierung und der Segmentierung. Einzelne Teile eines Newsletter können auf jeden einzelnen Empfänger angepasst werden, ohne dass ein großer Mehraufwand entsteht. So können Einzelpersonen und Zielgruppen viel spezifischer angesprochen werden. Auch zukünftig wird die Personalisierung ein wichtiges Thema bleiben, denn Kommunikation und Marketing entwickeln sich mehr und mehr in Richtung Personalisierung und Automatisierung. Ich könnte hier noch viele weitere Vorteile und Möglichkeiten aufzählen, doch das würde wohl den Rahmen weit sprengen.


Warum ist gerade die E-Mail-Betreffzeile beim E-Mail Marketing so wichtig?

E-Mails bekommt ja eigentlich jeder von uns täglich. Und das sind nicht nur ein oder zwei – manchmal geht dies in den zwei- bis dreistelligen Bereich. Wenn ich mich beim Blick in mein Postfach entscheiden muss, welches der vielen Mailings ich jetzt öffne, dann schaue ich als erstes auf den Betreff. Was steht darin, worum soll es in dem Mailing gehen und ist das aktuell relevant für mich? Der Betreff ist das Erste, was ich vom ganzen Newsletter sehe – und natürlich der Absender.


Unsere Kunden sind häufig kleine Unternehmen aus dem B2B, von denen viele bereits auf einen eigenen Newsletter setzen. Wie sieht deiner Meinung nach der perfekte E-Mail-Betreff aus, der zu einer hohen Klickrate führt? Welche Tipps kannst du mit ihnen teilen?

Die Herausforderung beim Betreff ist, dass mit wenig Zeichen viel gesagt werden muss. „In der Kürze liegt die Würze“ trifft hier voll und ganz zu. Eine Betreffzeile sollte maximal 40 bis 60 Zeichen lang sein. So kann ich mir sicher sein, dass sie auch auf mobilen Endgeräten nicht abgeschnitten wird.

Als nächstes ist nicht nur die Länge entscheidend, sondern auch der Inhalt. Animierende und aktivierende Verben regen den User zum Klicken an. Wird er persönlich angesprochen, so verstärkt dies den emotionalen Effekt und die Individualität. So etwas kann mit entsprechenden Bausteinen in einer Newsletter Software erreicht werden. Auch passende Metaphern oder angepasste Sprüche können hier einen emotionalen Effekt hervorrufen und suggerieren dem Empfänger eine Wiedererkennung. Das kann beispielsweise folgendes sein: “Alles neu macht der Meier: Jetzt 50% sparen bei Blumen-Meier!”

Das ist eigentlich so das Einmaleins einer guten Betreffzeile. Das gilt auch für B2B-Unternehmen. Natürlich ist ein Betreff à la “Frohen Valentinstag, Frau Müller! Machen Sie es sich mit unserem Whitepaper gemütlich!” nicht wirklich die Ansprache, die die Leserschaft überzeugt. Hier sollte eher die Waage gefunden werden - eine Mischung aus Personalisierung, Aktivierung und wenn es sich anbietet auch eine Prise Emotion und schon haben Sie die perfekte Betreffzeile für Ihren Newsletter.

Um noch etwas mehr in den Fokus zu rücken und ins Auge des Empfängers zu stechen, können Symbole und Interpunktion verwendet werden. Hier gilt aber: Weniger ist mehr. Übertreiben Sie es nicht, sonst könnte Ihr Newsletter schnell im Spamordner landen.


Das waren alles wertvolle Tipps - gibt es denn auch absolute No-Gos, die es beim E-Mail-Betreff zu vermeiden gilt?

Auf jeden Fall sollten Begriffe vermieden werden, die Spam suggerieren. Viele E-Mail Clients arbeiten mittlerweile mit Spam-Filtern, die die Mailing-Flut etwas entschärfen sollen und nicht gewollte und “spamige” E-Mails aussortieren und gar nicht erst in den Posteingang der Empfänger kommen lassen. Als Spam-Begriffe werden beispielsweise durchgängig großgeschriebene Wörter erkannt. Und auch Begriffe verschiedener Themen zählen dazu, wie etwa Wörter um das Themenfeld Sex. Die jeweiligen Spambegriffslisten wachsen stets. Halten Sie sich also immer auf dem Laufenden und versuchen Sie einfach, den Inhalt Ihres Mailings knackig und kreativ in der Betreffzeile anzuteasern.


Vielen Dank für die hilfreichen Tipps für effektive E-Mail-Betreffzeilen. Wenn wir nochmal über eure Newsletter-Software Newsletter2Go sprechen: Diese bietet ja ebenfalls Schnittstellen zu anderen Systemen, u.a. auch zu unserer CRM-Software CentralStationCRM. Welche Vorteile bietet das den Nutzern?

Eine Schnittstelle oder Integration zu anderen Systemen, die ein Unternehmen nutzt, ist eigentlich immer von Vorteil. Daten können kinderleicht hin- und her transferiert werden. Bei unseren Schnittstellen zum Beispiel gibt es einen automatischen Empfängerabgleich. Das vereinfacht Prozesse immens und erleichtert den direkten und nachhaltigen Kundenkontakt. Außerdem müssen sich die CRM-Nutzer nicht merken, wer sich vom Newsletter abgemeldet hat, da die Newsletter Software das automatisch abspeichert. Damit ist man auch rechtlich auf der sicheren Seite, weil man ehemalige Abonnenten nicht anfunkt, selbst wenn man aus dem CRM eine veraltete Empfängerliste in die Newsletter Software überspielt.

Außerdem kann man mit einer Schnittstelle und dem entsprechenden Newsletter-Template auch von der 1-Klick-Produktübernahme oder auch der 1-Klick-Content-Übernahme profitieren. Es werden dafür entsprechende Felder in das Newsletter-Template integriert, die es ermöglichen, im Handumdrehen Inhalte aus dem Onlineshop oder der Webseite in den Newsletter einzubauen.


Vielen Dank nochmals für das Interview, Sarah!


Update: Seit April 2020 ist Newsletter2Go in Sendinblue aufgegangen. Über die folgenden Links kann die Schnittstelle zwischen CentralStationCRM und Newsletter2Go dennoch weiterhin genutzt werden.

Login für Bestandskunden: https://de.sendinblue.com/newsletter2go-login/

Registrierung für neue Nutzer: https://ui.newsletter2go.com/register


Sarah Weingarten von Newsletter2Go

Sarah Weingarten schreibt bei Newsletter2Go regelmäßig Beiträge rund um das Thema E-Mail Marketing. Seit Ihrem Masterabschluss im Bereich der Kommunikation, Variation, Mehrsprachigkeit an der Universität Potsdam ist sie im Bereich des Online Marketings tätig und nun seit 2017 Online-Redakteurin bei Newsletter2Go, einem der führenden Anbieter für professionelle E-Mail Marketing Software in Europa.



Interesse an weiteren interessanten Artikeln? In unserer Serie zum Thema Online Marketing sind bisher folgende Beiträge erschienen:

Teil 1.1: B2B-Facebook-Strategie - Wie starte ich das Abenteuer Facebook als KMU?

Teil 1.2: Experteninterview: Facebook-Marketing für Unternehmen im B2B

Teil 2.1: XING-Marketing für KMU - Wie gehe ich einen erfolgreichen XING-Auftritt an?

Teil 2.2:  XING-Experteninterview: Leads generieren, Kunden gewinnen

Teil 3: B2B-YouTube-Marketing - Macht YouTube für mein Unternehmen Sinn?

Teil 4: Affiliate Marketing: Definition, Beispiele und Co. aus der Unternehmensperspektive

Teil 5: SEM, SEO und SEA: Tipps und Tricks beim Suchmaschinenmarketing

Teil 5.1: Einfache Suchmaschinenoptimierung - 13 SEO-Tipps

Teil 5.2: SEO für Anfänger - Das Experteninterview zum 1x1 der Suchmaschinenoptimierung

Teil 5.3: Search Engine Advertising (SEA) und Google AdWords - Alles was man wissen muss

Teil 6: Content Marketing: Pull statt Push - Beispiele, Vorteile und Strategie

Teil 7: Ja ich will: Permission Marketing, Opt-In und Opt-Out

Teil 8.1: Der ultimative Leitfaden zum Newsletter-Marketing

Teil 8.2: Experteninterview zum perfekten Email-Betreff

Teil 9: Die Conversion Rate | Definition und Optimierung


Autor
Tim Goldbeck