Die richtigen Medien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit

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Die richtigen Medien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit

Ganz entscheidend für den Erfolg Ihrer PR ist die Frage, ob Sie die richtigen Medien ansprechen. Grundsätzlich zählt bei Öffentlichkeitsarbeit die Devise: Qualität statt Quantität. Wie kleine und mittelständische Unternehmen geeignete Medien für ihre Öffentlichkeitsarbeit identifizieren und recherchieren, lesen Sie hier.

Welche Journalisten und Medien sich als Zielgruppe für Ihre Öffentlichkeitsarbeit eignen, hängt von Ihrem Unternehmen, Ihrer Zielgruppe und den Themen ab, über die Sie kommunizieren möchten. Die passenden Journalisten für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu identifizieren, kommt einer Zielgruppenanalyse gleich. Nehmen Sie dafür zwei verschiedene Perspektiven ein:

Die Perspektive der Kunden

Zunächst sollten Sie Ihre Kunden und potenziellen Kunden betrachten: Welche Medien konsumieren diese? Sprechen Sie vor allem Frauen an, die Lifestyle-Zeitschriften lesen? Sind Sie im B2B-Bereich unterwegs und haben Kunden, die sich über spezifische Fachmagazine informieren? Oder ist Ihre Zielgruppe jung und in den klassischen Medien ohnehin nicht unterwegs? Hören Ihre Kunden möglicherweise häufig Radio, weil Sie zur Arbeit pendeln? Sind Sie in einer ganz bestimmten Region verortet? 
Nehmen Sie sich durchaus etwas Zeit für diese Aufgabe, denn Ihre Zielgruppe ist vielschichtig. Niemand konsumiert nur eine Art von Medium und sicherlich nicht alle Ihre Kunden die Gleichen. Auch wenn Sie Ihre Zielgruppe bereits durch eine klassische Zielgruppenanalyse kennen, müssen Sie nun überlegen, welche Medien zu diesen Personen passen. 

Die Perspektive der Medien

Identifizieren Sie Medien, die zu Ihrem Unternehmen passen UND von der Zielgruppe gelesen werden.

Im zweiten Schritt sollten Sie den Blickwinkel der Medien einnehmen. Nur weil Sie analysiert haben, dass Ihre Zielgruppe die Tagesschau im Fernsehen anschaut, FAZ und Spiegel Online liest, heißt dies noch lange nicht, dass diese Medien über Ihr Unternehmen berichten würden. Bevor Sie diese Medien im Rahmen Ihrer Öffentlichkeitsarbeit ansprechen, sollten Sie also analysieren, welche Themen für ein Medium relevant sind und ob diese zu den Themen passen, über die Sie kommunizieren möchten. Außerdem sollten Sie an dieser Stelle realistisch sein: Reichweitenstarke Medien berichten häufig nur über reichweitenstarke Unternehmen. Denken Sie gerade zu Beginn Ihrer Öffentlichkeitsarbeit nicht zu groß.

Es geht also darum Medien zu identifizieren, die sowohl zu Ihrem Unternehmen und Ihren Themen passen UND auch von der Zielgruppe gelesen werden. Um Ihnen die Recherche nach geeigneten Medien zu erleichtern, geben wir Ihnen ein paar ganz konkrete Tipps.

Tipps zur Recherche geeigneter Medien

Tipps zur Recherche geeigneter Medien

Je nachdem in welcher Branche Sie tätig sind, wie Ihre Zielgruppe aussieht und welche Beziehung Sie zu Ihren Kunden haben, müssen Sie bei der Recherche nach geeigneten Medien unterschiedlich vorgehen. Suchen Sie sich einfach die passenden Tipps heraus:

  • Fragen Sie Ihre bestehenden Kunden ganz direkt, welche Medien sie konsumieren, natürlich im Zusammenhang mit den für Sie relevanten Themen. Dafür benötigen Sie keine professionelle Umfrage, oft reicht es, über Facebook, im Newsletter oder im direkten Kundengespräch danach zu fragen. So erhalten Sie einen Eindruck davon, welche Medien relevant sind und können auf dieser Grundlage ähnliche Medien identifizieren.
  • Klicken Sie sich durch das Portal www.united-kiosk.de, über das Sie mehr als 300.000 verschiedene Zeitschriften abonnieren können. Über eine thematische Suche können Sie relevante Zeitschriften identifizieren. Auch viele Fachblätter sind hier gelistet.
  • Wenn Sie das nächste Mal am Bahnhof sind, gehen Sie in den Zeitungsladen und blättern Sie in den Print-Medien nach passenden Blättern.
  • Denken Sie nicht nur an Print-Medien! Häufig sind es die gedruckten Medien, die beim ersten Brainstorming in den Sinn kommen. Fernsehen, Hörfunk und Online-Medien sind aber oftmals sehr viel entscheidender. 
  • Insbesondere der Hörfunk wird in der Öffentlichkeitsarbeit oft vergessen, verfügt aber immer noch über eine riesige Reichweite. Laut aktueller Studien hören knapp 80 Prozent der Deutschen täglich Radio. Es lohnt sich also durchaus, die Programmstrukturen der Hörfunksender nach thematisch passenden Sendungen zu durchforsten.
  • Fragen Sie Google! Wenn Sie bei einer thematischen Suchanfrage unter dem Eingabefenster auf “News” klicken, werden Ihnen ausschließlich Ergebnisse aus Online-Medien angezeigt. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, welche Online-Medien über Ihre Themen berichten.
  • Es gibt sogenannte Clipping-Dienste (auch Medienbeobachtung genannt), die darauf spezialisiert sind, Medien dahingehend zu durchsuchen, ob über bestimmte Unternehmen oder Themen berichtet wurde, um somit den Erfolg von Öffentlichkeitsarbeit messbar zu machen. Diese Dienstleitung in Anspruch zu nehmen, macht in der Regel nur für große Unternehmen Sinn, in deren Kommunikationsstrategie Öffentlichkeitsarbeit eine entscheidende Rolle spielt. Sie können Clipping-Dienstleister aber nutzen, um geeignete Medien für Ihre Pressearbeit zu identifizieren: Fragen Sie nach einer Liste der Medien, die diese in ihrem Angebot durchsuchen. So erhalten Sie eine lange Liste mit Medientiteln, zu denen Sie im nächsten Schritt weiter recherchieren können. Unter www.clipping-anbieter.de finden Sie viele verschiedene Unternehmen, die Medienbeobachtung anbieten.
  • Schaue Sie sich die Mediadaten von Medien an, die interessant für Sie klingen. Darin werden häufig nicht nur Anzeigenpreise veröffentlicht, sondern auch Informationen zur Leserschaft. So können Sie überprüfen, ob die Zielgruppe mit Ihrer eigenen übereinstimmt. Um die Mediadaten zu finden, nutzen Sie am Besten die Suche (Strg+F) auf der Startseite der jeweiligen Medienangebote - oftmals sind sie im Footer versteckt.

Alle Erwähnungen sind wertvoll

Vielleicht fragen Sie sich, ob sich die Mühe lohnt in Lokalzeiten oder auf kleinen Themenblogs erwähnt zu werden - ja, tut es. In den allermeisten Fällen wird die Autorin oder der Autor einen Link zu Ihrer Webseite setzen. In Zeiten in denen ein gutes Ranking bei Google von enormer Bedeutung ist und Suchmaschinenoptimierung (SEO) praktisch einen eigenen Beruf darstellt, sind sogenannte Backlinks zu Ihrer Website der beste Vertrauensbeweis für Google, dass dort lohnenswerte Inhalte geboten werden. Tipps, worauf Sie auch als Anfänger bei SEO achten sollten und wie Sie die Platzierung Ihrer Seite auch selbst verbessern können, finden Sie in unserem Interview mit SEO-Experte Daniel Stender.

Haben Sie weitere Ideen, wie sich relevante Medien identifizieren lassen? Dann schreiben Sie diese gerne in die Kommentare!


Sie möchten mehr zum Thema lesen? Bisher sind in der Serie "PR für Selbständige und KMU" folgende Artikel erschienen:

  1. Public Relations für Selbstständige und KMU
  2. Grundlagen für die Öffentlichkeitsarbeit
  3. Die richtigen Medien für Ihre Öffentlichkeitsarbeit
  4. PR für KMU: Diese Journalisten sollten Sie ansprechen
  5. Über den Umgang mit Journalisten
  6. Journalistenkontakte mit einem CRM verwalten
  7. PR für KMU: Themen finden für die Pressearbeit
  8. PR-Texte: Alternativen zur Pressemitteilung
  9. Eine Pressemitteilung schreiben
  10. Pressemitteilung und Co. an Journalisten schicken
  11. Blogs und Podcasts für die Öffentlichkeitsarbeit nutzen
  12. Blogger Relations: So sprechen Sie Blogger richtig an
  13. PR intern machen oder eine geeignete PR-Agentur finden


von Anne Buch über PR, Kommunikation und Marketing

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